Naherholungsgebiet –
Die schönste Insel der Stadt

Lichtinstallation, 2020. Leuchtkasten, Solarpanel, Microcontroller-Steuerung

Verkehrsinsel oder/ und Naherhlungsgebiet:

Seit Mitte Dezember ergänzt eine neue Lichtinstallation die Liste der Kunstwerke im öffentlichen Raum. Mitten auf dem Romanusplatz zwischen Königsallee und Bergmannsheil erstrahlt dann ein großer Leuchtkasten mit dem Schriftzug „Naherholungsgebiet“.

Die Lichtinstallation trägt den Titel „Naherholungsgebiet. – Die schönste Insel der Stadt“ und soll das Alleinstellungsmerkmal des ersten Bochumer Kreisverkehres beleuchten. Denn er ist weitaus mehr als eine Verkehrsinsel für Autofahrer, er ist ein Ort der Entspannung und Begegnung.

Hier treffen sich Hunde zum täglichen Spaziergang, hier genießen Kollegen:innen eine sonnige Mittagspause. Auf dem Romanusplatz wird gespielt, es werden Hochzeiten gefeiert und sobald es das Wetter zulässt, sitzen Menschen lesend auf der Wiese oder treffen Freunde auf ein Feierabendbierchen. Es ist ein wunderbarer Ort, eine kleine grüne Oase inmitten kreisender Autos. "Für mich war der Romanusplatz mein täglicher Kurzurlaub, als ich noch hier wohnte und am Schauspielhaus arbeitete."

Das Kunstwerk steht mitten auf dem Platz. Es besteht aus einem Leuchtkasten mit dem Schriftzug NAHERHOLUNGSGEBIET – denn was könnte es für eine passendere Be- und Auszeichnung für diesen idyllischen und doch so absurden Ort geben?! Das Licht leuchtet dabei nicht immerzu, sondern fängt willkürlich an zu flackern oder erlischt für einen Moment oder einige Stunden, um die absurde Schönheit des Ortes zu unterstreichen – ein Insel der Entspannung und, (auf einem) Kreisverkehr.

Nachts ist die Lichtinstallation ausgeschaltet, um die Autofahrer:innen und Anwohner:innen nicht zu stören. Zudem ist die Programmierung an die Sommer- und Winterzeit angepasst. Betrieben wird der Leuchtkasten autark und nachhaltig durch Solarenergie.

Umgesetzt wird das Vorhaben im Rahmen des Programms #heimatruhr, dass das Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule (IAT) und das european centre for creative economy (ecce GmbH) im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein­Westfalen durchführen. Ziel von #heimatruhr ist es, „neue Räume und Orte der künstlerischen sowie kreativen Entfaltung und des gesellschaftlichen Miteinanders entstehen“ zu lassen und „dabei innovative Ideen für mehr Lebensqualität im Ruhrgebiet zu entwickeln und neue Heimatorte zu schaffen.“